Als Folge der beruflichen Mobilität fehlen jungen Familien heute oftmals familiäre Netze im direkten Umfeld. Gerade in Bad Vilbel und hier vor allem im neuen Quartier Quellenpark wohnen viele junge, neu hinzugezogene Familien, deren Eltern bzw. Großeltern mehrere hundert Kilometer entfernt leben. Besonders Alleinerziehende vermissen das Familien-Netzwerk oft schmerzlich. Aber auch den Kindern fehlen Oma oder Opa, die oftmals viel mehr Geduld und Zeit als die Eltern haben beim Backen, Vorlesen oder Spielen. Die von früher erzählen können, als alles ganz anders war.
Andererseits haben manche Menschen aus der Großelterngeneration hier in Bad Vilbel keine eigene Familie vor Ort, die eigenen Kinder sind bspw. aus beruflichen Gründen weggezogen oder sie hatten nie eigene Kinder. Diese älteren Menschen sind aber fit und aktiv und möchten junge Familien zeitweise unterstützen sowie ihre Erfahrung, Zeit und Engagement einbringen. Mit unserem Projekt möchten wir gezielt Junggebliebene ab 55 Jahren ansprechen - wir nennen sie mal Aktive 55+. Es sind vielleicht genau die Junggebliebenen, die mehr Geduld und Zeit haben beim Backen, Vorlesen oder Spielen. Die von früher erzählen können, als alles ganz anders war.
Diese beiden Gruppen möchten wir in unserem Wunsch-Großeltern-Projekt zusammenbringen:
Also einerseits die Aktiven 55+, die Kontakt zu jungen Familien und deren Lebenswelt aufbauen wollen und die die jüngere Generation zeitweise unterstützen möchten.
Und andererseits die jungen Familien, die Entlastung im Alltag suchen und Unterstützung der älteren Generation schätzen.
Es geht in unserem Projekt nicht um kostenlose Babysitterdienste, das ist nicht unser Ansatz. Klar wird es auch mal um fehlende Betreuung in Notzeiten gehen, vor allem aber um ein wertschätzendes Miteinander und voneinander Lernen. Gerade die Kinder profitieren ungemein davon, mit der Großelterngeneration aufzuwachsen.